Hildesheimer Erklärung setzt Impulse für Qualität und Absicherung

Erscheinungsdatum: 25.03.2026

In Hildesheim fand der Bundeskongress Schulsozialarbeit unter dem Motto „Professionell. Nachhaltig. Zukunftsorientiert“ statt. Die HAWK hat sich gemeinsam mit dem Kooperationsverbund Schulsozialarbeit, der Universität Hildesheim, der Hochschule Hannover sowie weiteren Partner*innen an der Organisation der Veranstaltung beteiligt. Der Bundeskongress richtet sich an Fachkräfte, Forschende und Interessierte, die im interdisziplinären Austausch praxisnahe Lösungen und innovative Ansätze für die Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit erarbeiten möchten.

Im Fokus standen 4 zentrale Themenfelder, die als richtungsweisend für das Berufsfeld gelten: Armut und soziale Gerechtigkeit, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Digitalisierung und Digitalität sowie die Professionalität in der Schulsozialarbeit. Über 2 Tage hinweg bot das Programm eine Vielzahl an Workshops, Fachvorträgen und eine abschließende Podiumsdiskussion. Auch Vertretende aus dem Kultusministerium sowie der Bundesschülerkonferenz brachten sich mit Grußworten und Beiträgen ein.

Ein zentrales Ergebnis des Kongresses ist die sogenannte Hildesheimer Erklärung. Sie fordert eine verlässliche finanzielle und strukturelle Absicherung der Schulsozialarbeit als professionelles, nachhaltiges und zukunftsorientiertes Angebot für alle jungen Menschen. Zu den wichtigsten Forderungen zählen unter anderem eine personelle Ausstattung im Verhältnis von einer Vollzeitstelle pro 150 junge Menschen und mindestens eine unbefristete Vollzeitstelle Schulsozialarbeit pro Schule. Darüber hinaus strebt die Erklärung die Entwicklung und verbindliche Verankerung bundesweiter Qualitätsstandards auf Grundlage bestehender fachlicher Leitlinien an.

Die Inhalte und Diskussionen des Kongresses stießen auf große Zustimmung und unterstrichen die Bedeutung eines kontinuierlichen Austauschs über gemeinsame Ziele. Ein besonderer Moment war die Verabschiedung von HAWK-Professorin Dr. Maria Busche-Baumann: Die prägende Akteurin im Bereich der Schulsozialarbeit an der HAWK und bundesweit wurde im Rahmen des Kongresses feierlich in den Ruhestand verabschiedet.

Auch viele weitere Angehörige der HAWK trugen aktiv zum Gelingen des Bundeskongresses bei: Jens Brokate und Prof. Dr. Andreas Oehme haben sich bereits von Beginn an im Organisationsteam beteiligt. Prof. Dr. Karin Cudak gestaltete gemeinsam mit der Masterstudentin Hannah Maiwald einen Workshop zum Schwerpunkt Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Dr. Jan Schametat aus Holzminden bot ebenfalls einen Workshop an. HAWK-Absolvent Wesam Ajini, derzeit Sozialarbeiter im Anerkennungsjahr, präsentierte sein selbst geschriebenes Theaterstück „Zwei Brüder“. Darüber hinaus engagierten sich Studierende der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit während der Veranstaltungen als „Helping Hands“ auf dem BuKo. 

Besonders erfreulich war das große Interesse vieler HAWK-Absolvierenden, die die Gelegenheit nutzten, sich mit aktuellen Fachinhalten auseinanderzusetzen und neue Netzwerke zu knüpfen. Die Teilnehmenden kamen aus mehreren Bundesländern, vor allem aus den Regionen Hildesheim, Hannover, Harz und Weserbergland. So wurde der Bundeskongress auch zu einem lebendigen Ort des Wiedersehens und der Alumniarbeit.

Die 3 beteiligten Hochschulen – die Universität Hildesheim, die HAWK und die Hochschule Hannover (HsH) – vertieften im Rahmen des Bundeskongresses ihre Zusammenarbeit weiter.