Konzeption zum Aufbau einer Beratungsstelle für Quereinstiegsmöglichkeiten in die (teil-)stationäre Jugendhilfe und Erziehungshilfen in Niedersachsen
Der Fachkräftemangel in der Jugendhilfe sowie vor allem in stationären und teilstationären Erziehungshilfen in Niedersachsen stellt eine Herausforderung dar, die mittel- und langfristig unmittelbare Auswirkungen auf die Qualität und Kontinuität der Betreuung und damit auf den Kinderschutz hat. Da der Fachkräftemangel quantitativ wie qualitativ langfristig bestehen wird, entwickelt die HAWK im Auftrag des niedersächsischen Sozialministeriums eine niedersachsenweit nutzbare Beratungsinfrastruktur unter dem Arbeitstitel „Bildungsmatrix“ für Quereinstieg und Personalentwicklung.
Ziele dieser Beratungsinfrastruktur sind:
- die Steigerung der Anzahl
- die Qualifizierungsberatung interessierter Quereinsteigender in die Jugend- und Erziehungshilfen auf den unterschiedlichen Qualifizierungsniveaus, auch im Sinne der Information über Optionen des Bindungsaufstiegs
- das systematische Rückspielen der aufzunehmenden Bedarfe mit dem Ziel der
Schaffung bedürfnisgerechter Qualifizierungsstrukturen - zum Schutz der Kinder und Jugendlichen sowie wirkungsvoller Sozialer Arbeit.
Die Bildungsmatrix wird die Zugangsvoraussetzungen für die Arbeitsfelder der Kinder und Jugendhilfe transparent machen und zeigen, auf welchen Qualifizierungswegen bei welchen formalen Bildungsvoraussetzungen ein Zugang zum Arbeitsfeld geschaffen werden kann.
Diese Information dient sowohl interessierten Quereinsteigenden, als auch der Personalentwicklung und Information der Träger Sozialer Dienste. Aufgeführt sind daher alle Qualifizierungsangebote, die einen Abschluss im Sinne einer anerkannten Fachkraft vermitteln, sowohl Ausbildungs- als auch Studienabschlüsse sowie etwaige Weiterbildungsoptionen.
Die Plattform wird ab Sommer 2026 zum Test zur Verfügung stehen.